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Kritik an Avatar

James Camerons Science-Fiction-Knaller "Avatar - Aufbruch nach Pandora" sorgt seit dem Kinostart am 17. Dezember 2009 weltweit für Aufsehen und Begeisterung und spülte trotz der kurzen Laufzeit bereits über 1,1 Milliarden Dollar in die Kinokassen. Das alles schindet in den heiligen Hallen des Vatikan allerdings offensichtlich keinerlei Eindruck. Sowohl Radio Vatikan als auch die Zeitung "L'Osservatore Romano", beides offizielle Medienorgane des Heiligen Stuhls, wissen wenig Gutes über den animierten 3D-Streifen zu berichten, der ab kommenden Freitag auch in Italien auf den Leinwänden zu sehen sein wird. Zwar biete das millardenschwere Zukunfts-Epos gigantische visuelle Effekte, die Handlung sei aber simpel gestrickt und oberflächlich. Und auch aus theologischer Sicht gab's natürlich was zu meckern: Die dargestellte Naturverehrung komme einem Religionsersatz gleich!

"Wenige aufrichtige Emotionen"
Gleich drei Artikel widmete die Vatikanzeitung dem Kinostart von "Avatar" und bescheinigte ihm hierin unter anderem "viel verblüffende, hinreißende Technik, aber wenige aufrichtige Emotionen". Radio Vatikan bewertet das Machwerk als "eher harmlos" und sieht es nicht auf Augenhöhe mit etablierten Genreklassikern, da diese stets mit mehr als einem Reigen aufwendiger Spezialeffekte zu überzeugen gewusst hätten.

Natur erscheint als Gottheit
Ebenfalls kritisch beurteilt die Radio-Rezension aus religiöser Sicht das schwärmerisch verehrende Naturpathos, das im Film zum Tragen kommt. Die Natur erscheine hier "nicht mehr als eine Schöpfung, die verteidigt werden, sondern als eine Gottheit, die verehrt werden muss.